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Heyreach gegen Expandi

Zwei LinkedIn-Automation-Tools, zwei verschiedene Zielgruppen. Live geprüft, mit allen Preisen und Sicherheits-Ansätzen.

Die kurze Antwort

Heyreach ist auf mehrere LinkedIn-Sitze und eine zentrale Inbox ausgelegt, mit Preisen pro Sender. Expandi ist auf ein einzelnes Profil ausgelegt, mit einer dedizierten IP-Adresse gegen Sperr-Risiko. Für eine Einzelperson ist Expandi im direkten Preisvergleich zum vollen Monatspreis teurer als ein einzelner Heyreach-Sitz, dafür bringt Expandi die zusätzliche IP-Sicherheitsschicht von Haus aus mit. Für ein Team mit mehreren Profilen kehrt sich das Preisbild um, weil Expandi zwischen einem und zehn Profilen keine Zwischenstufe kennt.

Preise im Vergleich

Heyreach Expandi
Einstieg 79 $/Monat pro Sitz (Growth) 99 $/Monat (Business, ein Profil)
Vierteljährlich 71 $/Monat (213 $/Quartal, 10 % Rabatt) kein separater Quartalspreis genannt
Jährlich 63 $/Monat (756 $/Jahr, 20 % Rabatt) 79 $/Monat (20 % Rabatt)
Nächste Stufe 999 $/Monat (Agency, 25 Sender, erweiterbar auf 50) auf Anfrage (Agency, ab 10 Sitzen)
Größte Stufe 2.999 $/Monat (Unlimited, unbegrenzte Sender), bei Jahreszahlung 2.399 $/Monat kein öffentlich genannter Plan darüber
Kostenloser Test 14 Tage, ohne Kreditkarte, 3 LinkedIn-Konten inklusive 7 Tage, beide Pläne
Sonderprogramm Early-Stage-Programm für Firmen unter 250.000 $ Jahresumsatz und unter 5 Mitarbeitenden keins genannt

Für eine einzelne Person mit einem LinkedIn-Profil kostet Expandi 99 Dollar im Monat fest, oder 79 Dollar bei jährlicher Zahlung. Heyreach kommt bei einem Sitz zum vollen Monatspreis auf 79 Dollar und ist damit im direkten Vergleich günstiger, wenn keine Jahresbindung gewünscht ist. Bei Jahreszahlung liegen beide mit 79 Dollar für Expandi und 63 Dollar für Heyreach nah beieinander, Heyreach bleibt dabei etwas günstiger. Sobald mehrere Sitze dazukommen, rechnet sich Heyreachs Agency-Plan mit 25 Sendern für 999 Dollar im Monat oft besser als mehrere einzelne Expandi-Lizenzen, schon weil Expandi zwischen einem und zehn Profilen keine eigene Preisstufe anbietet.

Ein Rechenbeispiel macht den Unterschied greifbar: Fünf Sender auf dem Heyreach Growth-Plan kosten zum vollen Monatspreis 395 Dollar im Monat, macht 79 Dollar pro Sender. Fünf Profile bei Expandi kosten fünfmal den vollen Business-Preis, also 495 Dollar im Monat, ohne dass ab dem zweiten Profil ein Rabatt greift. Für genau diese Größenordnung, ein kleines Team von drei bis acht Personen, ist Heyreach damit im direkten Preisvergleich meist günstiger als mehrere einzelne Expandi-Lizenzen, unabhängig davon, ob am Ende überhaupt eine gemeinsame Inbox gebraucht wird.

Der Unterschied im Ansatz

Expandi legt den Fokus klar auf Sicherheit für ein einzelnes Profil: eine eigene, länderspezifische IP-Adresse und ein eingebautes Warmup sollen das Verhalten eines echten Nutzers nachbilden, der sich aus seinem eigenen Land einloggt und seine Aktivität langsam steigert. Dazu kommt ein Sequenz-Baukasten mit 19 Aktionen und 11 Bedingungen, aus dem sich 11 vorgefertigte Kampagnentypen ableiten. Heyreach legt den Fokus stattdessen auf Teamsteuerung: eine gemeinsame Inbox für alle Sender, API-Zugriff und Webhooks, Workspaces mit granularer Rechteverwaltung, dazu Whitelabel ab dem Agency-Plan für Agenturen, die das Tool unter eigenem Namen einsetzen.

Die beiden Tools beantworten damit unterschiedliche Fragen. Expandi fragt: Wie senke ich für ein einzelnes Profil das Risiko, aufzufallen? Heyreach fragt: Wie behalte ich über viele Profile hinweg den Überblick, ohne dass jedes Teammitglied sein eigenes Postfach einzeln prüfen muss? Wer beide Fragen gleichzeitig hat, muss sich für eine der beiden Prioritäten entscheiden, da keins der Tools den vollen Funktionsumfang des anderen mitbringt.

Sicherheit und Sperr-Risiko im Detail

Expandis Ansatz ist die dedizierte, länderspezifische IP-Adresse pro Profil, kombiniert mit einem automatischen Warmup, der die Sendefrequenz zu Beginn schrittweise steigert statt sofort mit vollem Tempo zu starten. Als Obergrenze nennt Expandi selbst bis zu 300 Verbindungsanfragen pro Woche. Heyreach setzt stattdessen auf Tageslimits pro Sender und eine schrittweise Volumensteigerung, ohne eine dedizierte IP pro Profil als eigenes Feature zu bewerben.

Beide Ansätze verfolgen dasselbe Ziel über unterschiedliche technische Wege, und beide senken das Risiko, ohne es auszuschließen. Automatisierte Verbindungsanfragen und Massennachrichten sind in LinkedIns eigenen Nutzungsbedingungen ausdrücklich nicht vorgesehen, das gilt für jedes Tool dieser Kategorie, nicht nur für diese beiden. Das Risiko einer temporären Einschränkung oder Sperre trägt am Ende der Kontoinhaber, unabhängig davon, welches der beiden Tools läuft.

Team-Funktionen im Detail

Hier liegt der klarste Unterschied. Heyreach bringt ab dem Growth-Plan eine Unified Inbox, in der Antworten aller Sender zusammenlaufen, API und Webhooks für die Anbindung an ein CRM oder eine eigene Automatisierung, dazu Workspaces mit Rechteverwaltung. Der Agency-Plan ergänzt Whitelabel-Branding fest inklusive, sodass ein Kunde ein eigenes, unter dem Agenturnamen laufendes Dashboard sieht. Der Unlimited-Plan erlaubt sogar Whitelabel für mehrere eigene Marken gleichzeitig, gegen einen Aufpreis pro zusätzlicher Marke.

Expandi bietet mit dem Agency-Plan ebenfalls zentrale Workspaces, Rollen- und Rechteverwaltung sowie eine Whitelabel-Option, allerdings erst ab zehn Profilen und ohne öffentlich genannten Startpreis. Für ein Team von zwei bis fünf Personen, das noch keine zehn Sitze erreicht, bietet Expandi damit keine passende Zwischenstufe, während Heyreachs Growth-Plan schon ab einem einzigen Sender nutzbar ist und linear mit jedem weiteren Sender mitwächst.

Ein typischer Anwendungsfall pro Tool

Für Expandi: Ein Berater mit einem einzelnen LinkedIn-Profil will systematisch neue Kontakte in seiner Zielbranche ansprechen, ohne ein Team-Konto zu brauchen. Die dedizierte IP-Adresse gibt ihm die Sicherheit, dass sein einziges Profil nicht durch offensichtlich automatisiertes Verhalten auffällt, der Sequenz-Baukasten erlaubt unterschiedliche Reaktionen je nachdem, ob die Verbindungsanfrage angenommen wurde.

Für Heyreach: Eine Vertriebsagentur betreut fünf Kunden, jeder mit zwei bis drei eigenen LinkedIn-Sendern für Outreach-Kampagnen. Alle Antworten sollen an einer Stelle landen, jeder Kunde soll aber nur seine eigenen Zahlen sehen, unter dem Namen der Agentur, nicht unter Heyreach. Der Agency-Plan mit Whitelabel und Workspaces bildet genau diesen Fall ab, den Expandi in dieser Form nicht abdeckt.

Ein dritter Fall liegt dazwischen: ein Vertriebsteam aus drei Mitarbeitenden in einer Firma, ohne Agentur-Anspruch, aber mit dem Wunsch, dass alle drei Sender in einer gemeinsamen Inbox landen und Leads sich zuweisen lassen. Für diesen Fall reicht bei Heyreach bereits der Growth-Plan mit drei gebuchten Sitzen, ohne dass ein teurerer Agency-Plan nötig wäre. Bei Expandi bräuchte dasselbe Team drei einzelne Business-Lizenzen ohne die gemeinsame Inbox, die den eigentlichen Team-Vorteil ausmacht, weil diese Funktion im Business-Plan schlicht nicht vorgesehen ist.

Was die Bedienung im Alltag unterscheidet

Über die reinen Zahlen hinaus unterscheidet sich auch, wie sich der Arbeitsalltag mit beiden Tools anfühlt. Bei Expandi liegt der Fokus stark auf der einzelnen Kampagne und ihrer Sequenz-Logik: Du baust einen Ablauf mit Aktionen und Bedingungen, startest ihn für ein Profil, und behältst über die Global Smart Inbox den Überblick über die Antworten auf genau diesem Profil. Bei Heyreach verschiebt sich der Blick eine Ebene höher, auf die gesamte Inbox über alle Sender hinweg: Wer hat auf welchem Profil geantwortet, wer ist noch offen, wessen Antwort braucht als Nächstes Aufmerksamkeit. Für eine Einzelperson ist dieser höhere Überblick unnötig, für ein Team ist er genau der Grund, warum ein reines Einzelprofil-Tool irgendwann nicht mehr ausreicht.

Was passiert, wenn dein Team wächst

Die Preisstruktur beider Tools reagiert unterschiedlich, wenn aus einer Person mit der Zeit ein Team wird. Bei Heyreach ist das Wachstum linear und ohne Sprung: Jeder weitere Sender kostet auf dem Growth-Plan denselben Betrag pro Sitz, ob du bei zwei, fünf oder zwanzig Sendern liegst, solange du unter der Agency-Schwelle bleibst. Erst wenn Whitelabel oder eine zentrale Kundenverwaltung gebraucht wird, wechselst du auf den Agency-Plan, der ab 25 Sendern kalkuliert ist, aber laut Anbieter bereits davor gebucht werden kann.

Bei Expandi ist der Sprung deutlich abrupter. Ein zweites Profil bedeutet eine zweite volle Business-Lizenz zu 99 Dollar im Monat, ein drittes eine dritte, und so weiter, bis zehn Profile erreicht sind und der Agency-Plan mit einem eigenen, nicht öffentlich genannten Preis greift. Für ein Team, das von einer auf drei oder vier Personen wächst, heißt das bei Expandi: proportional steigende Kosten ohne Mengenrabatt, bis die Zehner-Schwelle erreicht ist. Wer also erwartet, in absehbarer Zeit ein kleines Team aufzubauen, sollte diesen Sprung von Anfang an in die Tool-Wahl einrechnen, nicht erst, wenn das zweite oder dritte Profil ansteht.

Was beide gemeinsam haben

Beide Tools automatisieren den Versand von Verbindungsanfragen und Nachrichten, keins von beiden schreibt den Inhalt. Beide bieten Multichannel-Sequenzen, die neben LinkedIn-Aktionen auch E-Mail-Schritte einschließen können. Und beide bewegen sich technisch nah an LinkedIns eigenen Nutzungsbedingungen, das Risiko einer Profil-Einschränkung trägt in beiden Fällen der Nutzer, nicht der Tool-Anbieter.

Was keins von beiden kann

Weder Heyreach noch Expandi recherchieren ein Thema, kennen deine letzten Kundengespräche oder wissen, welcher Gedanke sich diese Woche zu einer LinkedIn-Nachricht eignen würde. Beide Tools steuern das Wann und Wie oft, nie das Was. Wer eine generische Vorlage in eine der beiden Sequenzen lädt, bekommt am Ende ein skaliertes Versandproblem, keine skalierte Lösung. Genau an dieser Stelle setzt WarmedIns Säule Warm Outreach an: echte, für die Zielperson geschriebene Nachrichten statt einer Vorlage im Automatisierungs-Baukasten.

Häufige Fragen

Welches Tool ist günstiger für eine einzelne Person? Zum vollen Monatspreis ist Heyreach mit 79 Dollar günstiger als Expandis 99 Dollar. Bei Jahreszahlung liegen beide nah beieinander, Heyreach bleibt mit 63 Dollar gegenüber 79 Dollar weiterhin etwas günstiger.

Welches Tool eignet sich für eine Agentur? Heyreach, wegen des Agency-Plans mit Whitelabel fest inklusive ab 999 Dollar im Monat für 25 Sender. Expandis Agency-Plan setzt erst ab zehn Profilen an und nennt keinen öffentlichen Startpreis.

Welches Tool senkt das Sperr-Risiko besser? Keins ausschließlich. Expandi setzt auf eine dedizierte IP-Adresse pro Profil, Heyreach auf Tageslimits und schrittweise Volumensteigerung. Beide senken das Risiko, keins schließt es aus.

Kann ich beide Tools kostenlos testen? Ja. Heyreach bietet 14 Tage ohne Kreditkarte inklusive drei LinkedIn-Konten, Expandi bietet 7 Tage auf beiden Plänen.

Was mache ich, wenn ich zwischen einem und zehn Profilen liege? Das ist die Lücke, in der Expandi keine passende Stufe hat. Heyreachs Growth-Plan wächst dagegen linear mit jedem weiteren Sender und ist bereits ab einem einzigen Sitz nutzbar.

Gibt es bei einem der beiden Tools einen Mengenrabatt für mehrere Profile? Bei Heyreach sinkt der Preis pro Sender automatisch, sobald der Agency- oder der Unlimited-Plan erreicht ist. Bei Expandi gibt es innerhalb des Business-Plans keinen Mengenrabatt, jedes zusätzliche Profil kostet den vollen Einzelpreis, bis die Zehner-Schwelle für den Agency-Plan erreicht ist.

Lohnt sich für ein Start-up eins der beiden Tools besonders? Heyreach bietet ein eigenes Early-Stage-Programm für Firmen mit weniger als 250.000 Dollar Jahresumsatz und weniger als fünf Mitarbeitenden, mit einem deutlich reduzierten Preis nach Bewerbung. Expandi nennt kein vergleichbares Programm für sehr junge Unternehmen.

Die Empfehlung

Für eine einzelne Person, die ein Profil automatisieren will, ohne einen Team-Plan zu brauchen, und die Wert auf die dedizierte IP-Adresse legt: Expandi. Für ein Team oder eine Agentur mit mehreren Sitzen und dem Wunsch nach zentraler Steuerung und Whitelabel: Heyreach. Sobald absehbar ist, dass aus einem Profil mehrere werden, lohnt sich der Blick auf Heyreach schon früher, weil der Preissprung bei Expandi zwischen einem und zehn Profilen sonst ohne Vorwarnung kommt.

Wer sich bei beiden Tools vor allem fragt, wer die Nachrichten dahinter eigentlich schreiben soll, findet die Antwort nicht in einem Automation-Tool, sondern in WarmedIns Warm Outreach.

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